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Kiefergelenk- und Zahnschmerzen

Kiefergelenksdysfunktion, Costen-Syndrom

Ursachen

Bei einer Störung im Bereich der Kiefergelenke kommt es typischerweise zur Ausstrahlung in Ober- und Unterkiefer, sowie im Bereich von Schläfen und um die Augen herum. Bei zunehmender Chronifizierung wird auch die gleichzeitige Nacken-Hals-Seite mit einbezogen. Beteiligt sind hier ursächlich muskuläre Anteile, sowie Fehlfunktionen im Gelenk selbst. Proxismus (Zähneknirschen) findet sich gehäuft als Hinweis auf unterbewusst vorhandene Stressbelastungen. Verletzungen (direkt, Zahnarzt, Sport) können ebenso wie Kieferfehlstellung die Ursachen sein.

Symptome

In der Regel treten die Schmerzen bei Kiefergelenks- und Kaubewegungen auf. Knacken und Knirschen wird bemerkt. Der Kiefer öffnet häufig nicht symmetrisch und kann »hakeln«. Einseitiges Auftreten ist häufig, evt. haben sich die Bettnachbarn oder der Zahnarzt über Zähneknirschen geäußert.

Der Schmerzcharakter wird eher als tief bohrend, ziehend, konstant angegeben.

Diagnostik

In der Regel findet sich bei der Untersuchung bei der auch im Mund selbst die Kaumuskulatur abgetastet wird, eine Druckschmerzhaftigkeit der betroffenen Muskulatur. Eine zahnärztliche Abklärung evt. auch mit Hilfe einer Röntgen-Panorama-Aufnahme (Orthopantomogramm) kann eine Beteiligung von Zähnen ausschließen.

Therapieverfahren

Kooperation des Schmerztherapeuten mit dem behandelnden Zahnärzten ist essenziell. Eventuell Anpassen einer Aufbissschiene. Erlernen von Relaxationstechniken (Jacobsen, LINK++ Biofeedback), Behandlung der Trigger-Punkte in der Muskulatur und den benachbarten HWS-Regionen, evt. auch mittels Lokalanästhesie. Kiefermobilisierung unter manuellen Gesichtspunkten. Klassische Akupunktur. Blockaden der Nervenaustrittspunkte und evt. Kryoneurolyse derselben. Niedrig dosierte tricyclische Antidepressiva zur Nacht. Eventuell verhaltenstherapeutisches Konzept.

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