Osteoporose

Diagnostik

Osteodensiometrie (Knochendichte-Messung), Knochenszintigraphie, Röntgen konventionell, Computer-Tomographie, Knochenschwund

Ursache

Von der Osteoporose am häufigsten betroffen sind Frau nach den Wechseljahren. Die Osteoporose ist z.T. anlagebedingt, aber ebenso durch Ernährung und körperliche Belastung zu beeinflussen. In der Regel werden jedoch schon im jungen Erwachsenenalter die entsprechenden Weichen gestellt. Nach den Wechseljahren zeigt dann die Osteoporose ihre Beschwerden. Durch die Osteoporose kommt es im Bereich der Wirbelsäule zu einer Ausdünnung der Knochenbälkchen und damit zu einer erhöhten Brüchigkeit. Insgesamt wird auch die Knochenmasse vermindert, so dass daraus eine Minderung der Körpergröße resultiert. Die Osteoporose führt deshalb nicht nur bei Stürzen, sondern schon bei banalen Belastungen wie Husten, Niesen und normale Belastung zu Knochenbrüchen. Diese sind sehr schmerzhaft und führen im Bereich der Wirbelsäule neben den Schmerzen zu einer Knickbildung.

Symptome

Deutliche Größenminderung im Alter sind häufig die ersten Anzeichen. Ausbildung eines »Buckels« sowie die Vorwölbung der Bauchdecken sind Hinweise. Heftige einschießende und bewegungsabhängige Schmerzen müssen bei Frauen nach den Wechseljahren an eine solche Veränderung denken lassen. Aber auch eine zunehmende Höhenminderung der Wirbelkörper führt zu einer Mehrbelastung im Bereich der Wirbelgelenke und entsprechender Fehlbelastung mit daraus resultierenden dumpf-drückenden Dauerschmerzen, überwiegend im Bereich der Wirbelsäule.

Therapie

In erster Linie sollte die Osteoporose als solche diagnostiziert werden. Hierbei bietet sich die sog. Knochendichte-Messung oder Osteodensiometrie an, da das normale Röntgen-Bild erst dann auffällig wird, wenn die Knochenmasse schon auf 1/3 gesunken ist. Bei der Knochendichte-Messung sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der diese Untersuchung regelmäßig mit einer guten apparativen Ausstattung durchführt und dazu auch die gleichen ........ den Knochen ausmisst. Selten sind die Knochendichte-Messungen von zwei veschiedenen Ärzten an verschiedenen Stellen mit zwei verschiedenen Geräten überhaupt vergleichbar. Leider werden die Kosten für eine Knochendichte-Messung erst nach dem Auftreten von Knochenbrüchen (Fraktur) übernommen. Sollte eine Osteoporose bei Ihnen festgestellt werden, sollte ausreichend Calcium über die Ernährung bzw. als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Häufig wird dies kombiniert mit Vitamin-D-Gaben und geringen Mengen von Fluor. Sollte bereits ein Knochenbruch vorliegen, sollte der weitere Knochenabbau durch die Gabe von entsprechenden Medikamenten (Bisphosphonate) gehemmt werden. Neuerdings sind auch knochenaufbauende Medikamente auf dem Markt. Da Langzeiterfahrungen noch nicht vorliegen, sollte dieser Einsatz in ausgewählten Fällen erfolgen.

Die Gabe von Hormonpräparaten zur Osteoporose-Prophylaxe muss inzwischen kritisch betrachtet werden, da der Einfluss dieser Hormone auf das Wachstum von hormonabhängigen Tumoren z.B. beim Brustkrebs (Mamma-Carcinom) auch negative Auswirkungen haben kann. Im Einzelfall müssen die Risiken gegeneinander abgewogen werden.

Ist es schon zu einer deutlichen Höhenminderung gekommen, kann im Bereich der kleinen Wirbelgelenke durch entsprechende Injektionen die entstehenden Reizerscheinungen gemindert werden. Über Facettengelenks-Blockaden und eine Kryoneurolyse der entsprechenden Nerven lässt sich in der Regel ein sehr guter schmerzlindernder Effekt erreichen. Bei einer frischen Wirbelkörperfraktur (nicht älter als 6 bis 8 Wochen) sollte über eine knochenaufrichtende Intervention über eine Kyphoplastie (Einbringung von Knochenzement und Aufrichten des Wirbelkörpers) die Folgen eines osteoporotischen Knochenbruches verhindert werden.

Schmerzphysiotherapie, Haltungsschulung und bei Bedarf die individuelle Anpassung eines Stützmieders sind sinnvolle bzw. notwendige Behandlungsmaßnahmen.

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