Schmerzzentrum Hochrhein › Schmerztherapie › Komplementäre Verfahren › Trigger-Punkt-Behandlung

Trigger-Punkt-Behandlung

Triggerpunkt-Behandlung

Indikation/Anwendungsgebiete

Bei allen Schmerzen und Funktionseinschränkungen bei denen Muskeln beteiligt sind und sich entsprechende schmerzhafte Stellen (Triggerpunkte) im Bereich des Muskelbauches, des Muskelursprungs oder des Muskelansatzes an der Knochenhaut ausbilden. In der Regel gehen diese schmerzhaften Muskelpunkte mit einer Bewegungseinschränkung einher. Häufig können durch die erhöhte Muskelanspannung Gelenke und Nerven gereizt werden.

Wirkungsweise

Die hier betroffenen Muskelgruppen werden untersucht, die entsprechenden schmerzhaften Stellen aufgesucht und die Bewegungseinschränkung dokumentiert. Anschließend können diese Punkte mit klassischer Akupunktur, dry-needling-Technik (Triggerpunktur), spray-and-stretch nach Simon und Travell und mit Mobilisierungstechniken behandelt werden. Die Applikation von lokalen Betäubungsmitteln oder auch Butulinustoxin können den Behandlungseffekt weiter verstärken. Bei gereizten Nerven der Knochenhaut kann eine Kryoneurolyse notwendig werden.

Die Patienten spüren in der Regel neben den lokalen schmerzhaften Punkten auch eine Ausstrahlung in entfernte Körperbereiche. Während der Behandlung verspürt der Patient in der Regel einen kurzen zuckenden Schmerz, der seinem ursprünglichen Schmerz entspricht. Nach der lokalen Behandlung wird in der Regel die betroffene Muskulatur aufgedehnt und der Patient in ein Selbstdehnungsprogramm (Autostretching) evtl. unter Zuhilfenahme eines Physiotherapeuten unterwiesen. Nach einer Triggerpunkt-Behandlung können durch die entstehenden Muskelzuckungen muskelkaterähnliche Beschwerden für 2 – 3 Tage auftreten.

Risiken

Wir verwenden speziell angefertigte Nadeln, um die Risiken zu vermindern, jedoch besteht prinzipiell die Möglichkeit, dass zu es zu einem Bluterguss kommt. Auch ist es möglich, dass Strukturen, wie Nerven und innere Organe prinzipiell verletzt werden können. Dies ist aber bisher in unserer über 10-jährigen Tätigkeit noch nie vorgekommen. Unter strenger Indikationsstellung können wir deshalb diese Verfahren auch bei Patienten anwenden, die Blutverdünnungsmedikamente einnehmen, wenn sie mit einem erhöhten Blutungsrisiko einverstanden sind.

Kosten

Eine Triggerpunkt-Behandlung wird in der Regel von den Kassen nicht übernommen. Bei ausschließlicher Inanspruchnahme dieser Behandlung schlägt dies mit 35,– Euro pro Sitzung zu Buche. In Kombination mit Akupunktur reduziert sich dieser Betrag auf 10,– Euro pro Behandlung. In Kombination mit Muskeltechniken muss entsprechend der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) das Leistungs- und Kostenspektrum zuvor besprochen werden.

Nach oben