- 1Kopf- und Gesichtsschmerzen
- 1.1Spannungskopfschmerzen.
- 1.2Migräne.
- 1.3Cluster-Kopfschmerzen.
- 1.4Cervicogener Kopfschmerz.
- 1.5Occipitalis-Neuralgie, Nervenschmerz.
- 1.6Schmerzmittelinduzierte Kopfschmerzen.
- 1.7Kopschmerzen bei Winkelfehlsichtigkeit.
- 1.8Atypische Gesichtsschmerzen.
- 1.9Trigeminus-Neuralgie
- 1.10Kiefergelenk- und Zahnschmerzen.
- 2Rückenschmerzen.
- 3Nervenschmerzen.
- 4Tumorschmerzen.
- 5Psychosomatische Schmerzen.
- 6Rheumatische Schmerzen.
- 7Schmerzen bei Störungen der Durchblutung.
Trigeminus-Neuralgie
Ursache
Diskutiert werden als Ursachen z.B. eine Kompression des N. trigeminus in der hinteren Schädelgrube, eine entzündliche Veränderung des Nerven oder als Begleiterkrankung bei Tumoren, Gefäßerkrankungen im Bereich des Gehirns oder Multipler Sklerose.
Symptome
Typisch für eine Trigeminus-Neuralgie sind die akut einsetzende attackenartig kurzdauernden, heftigsten Schmerzen im Ausbreitungsgebiet eines der Nervenäste des Trigeminusnerv. Schmerzcharakter stechend-brennend, eher oberflächlich und scharf. In der Regel bestehen auslösende Faktoren, wie z.B. Essen, Sprechen, Zähneputzen, Luftzug, Berührung. Zwischen den Attacken herrscht Schmerzfreiheit.
Diagnostik
Die Diagnose wird klinisch gestellt. Eine fachneurologische Untersuchung kann diese Erkrankung gegenüber anderen abklären. Zu nennen sind hier der Cluster-Kopfschmerz, die Nasennebenhöhlenentzündung, die Kiefergelenksdysfunktion und die Gesichtsrose (Post-Zoster-Neuralgie).
Therapie
In der Regel wird eine Behandlung mit antiepileptischen Medikamenten begonnen (Gabapentin, Carbamazepin, Phenytoin, Baclofen, Clonazepam, zusätzlich ist die Gabe eines niedrig dosierten tricyclischen Antidepressivums sinnvoll).
Zusätzlich können therapeutische Lokalanästhetica gegeben werden, auch als Blockaden der entsprechenden schädelbasisnahen Nervenganglien, sowie Stellatum-Blockaden. Akupunktur auch als Laser-Akupunktur eingesetzt, evt. auf der gegenüliegenden Seite durchgeführt, kann sinnvoll sein.
Als chirurgisches Therapieverfahren kommt die vasculäre Dekompression nach Janetta in der hinteren Schädelgrube in Frage.
Die Trigeminus-Neuralgie stellt eine Herausforderung für jeden Schmerztherapeuten dar, es gelingt nach längerem Verlauf häufig nur, die Anfallsstärke und Häufigkeit zu minimieren.
